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Dr. med. Rolf H. Bettinger
Hessenring 89
61348 Bad Homburg v.d. Höhe
Telefon (0 61 72) 9 21 02 82

NEWS | Übersicht

Tumorprävention durch regelmäßige Bewegung: Studien stützen Annahme

Sport und regelmäßige Bewegung sind gut für Körper und Geist – das ist kein Geheimnis. Durch die körperliche Anstrengung und das anschließende Erfolgserlebnis fühlen wir uns zufrieden, und der Körper dankt es uns. Studien unterstützen die Annahme, dass körperliche Aktivität sogar mehr kann: Tumorerkrankungen nachhaltig vorbeugen.

Dass Rauchen und der übermäßige Genuss von Alkohol das Erkrankungsrisiko steigern, ist den meisten Menschen bekannt. Allerdings kann auch zu wenig Bewegung zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes beitragen. Dabei geht es natürlich einerseits um die körperliche Verfassung hinsichtlich Beweglichkeit und Schmerzen, aber auch um Krankheiten wie Krebs, deren Entstehung durch mangelnde Aktivität begünstigt werden kann. Sportliche Betätigung ist also durchaus als Mittel zur Tumorprävention anzusehen – davon berichteten kürzlich auch V. Heinecke und M. Halle vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (Präventive und Rehabilitative Sportmedizin, Medizinische Fakultät) in einem Artikel des World Cancer Research Fund International.

Zusammenhang von Tumorprävention und regelmäßiger Bewegung

Analysiert wurden 71 prospektive Beobachtungsstudien, aus denen sich ergibt, dass körperliche Aktivität das Risiko einer Tumor-Ersterkrankung sowie das Wiederkehren eines Tumors vermindert. Hier wurden in 36 Studien Patienten ohne Tumorerkrankung (im Rahmen der Primärprävention) und solche mit bekannter Tumorerkrankung (im Rahmen der Tertiärprävention) eingeschlossen. Es zeigte sich, dass Patienten mit einer moderaten körperlichen Aktivität von 150 min/Woche bzw. 75 min/Woche intensiver Tätigkeit ein um 21 Prozent vermindertes Risiko haben, eine Tumorerkrankung zu entwickeln. Dies gilt für HNO-, Dickdarm- und Pankreas-Karzinome sowie für die der weiblichen Brustdrüse.

Als Messeinheit zum Vergleich verschiedener Sportarten wird häufig das metabolische Äquivalent („metabolic equivalent task“) MET angegeben. Ein MET entspricht dem Sauerstoffverbrauch von 3,5 ml pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute (Energieumsatz eines Menschen in Ruhe). Je nach Betätigung erreicht ein Mensch ein Vielfaches dieses Werts.

Beispiele für MET-Werte bei sportlichen Aktivitäten

Zügiges Gehen mit 6,5 km/h entspricht 5 MET, Joggen mit 9,5 km/h entspricht 9 MET pro Stunde, das heißt mit 2 Stunden pro Woche werden 18 MET erreicht. Je aktiver der Mensch, desto geringer das Risiko für das Auftreten von Tumorerkrankungen sowie das Risiko von Durchblutungsstörungen der Organsysteme.

Das Ergebnis: Im Vergleich zu den Patienten, die sich nicht körperlich betätigten, hatten diejenigen Patienten mit 5, 10, 15, 30, 50 MET in der Woche eine Risikominderung für bösartige Erkrankungen von 18 Prozent, 25 Prozent,  27 Prozent, 30 Prozent und 35 Prozent.

Tipps für einen gesunden Lebensstil bei Ihrem HNO-Arzt in Bad Homburg

Der genaue Mechanismus, wie sportliche Betätigung das Tumorrisiko senkt, ist bisher nicht abschließend geklärt. Definitiv hat körperliche Aktivität Einfluss auf das Körpergewicht – gelingt dazu noch eine Ernährungsumstellung, führt sie zu deutlicher Gewichtsreduktion. Bei bösartigen Erkrankungen, bei denen Übergewicht ein Risiko darstellt, verbessert körperliche Bewegung den Blutzuckerstoffwechsel und beeinflusst damit den Insulinstoffwechsel. Denn: Der Anstieg des Insulinspiegels scheint eine Bedeutung zu haben hinsichtlich des Risikos der Entstehung von Dickdarmkarzinomen sowie Karzinomen der Brustdrüse. Zudem beeinflusst er auch Prozesse der Bauchspeicheldrüse.

Grundsätzlich ist festzuhalten: Ein gesunder Lebensstil und ausreichende Bewegung wirken sich positiv auf die Sauerstoffversorgung und damit auf das körperliche Befinden aus. Zudem hat sportliche Betätigung Einfluss auf das Immunsystem, auf die körpereigene Abwehr und auf die Geschlechtshormone. Dies ist für das Risiko, einen bösartigen Befund der weiblichen Brust zu entwickeln, nach klinischen Daten von Bedeutung.

Wir beraten Sie gern

In unsere HNO-Praxis in Bad Homburg beraten wir Sie gern hinsichtlich einer langfristigen Verbesserung der Sauerstoffversorgung Ihrer Zellen und klären Sie auf, wie sich oxidativer Stress auf das Wohlbefinden auswirkt. Vereinbaren Sie einen Termin zum persönlichen Gespräch unter (0 61 72) 9 21 02 82 und werden Sie aktiv, um Ihre Gesundheit zu fördern. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.